Faire Kamelle
Jecke Fairsuchung lohnt sich für alle
Die Stadtwerke Düsseldorf werfen bereits seit 2002 statt "oller Kamelle" fair gehandelte Schokotäfelchen, Mango-Äffchen und faire Nüsse beim Rosenmontagszug von ihrem Mottowagen. Damit sind sie Spitze – so viel faires Wurfmaterial wie die Stadtwerke Düsseldorf bestellt kein Karnevalsverein in der Stadt. Zu 100 Prozent bestücken die Stadtwerke ihren Wagen fair und leisten damit einen wertvollen Beitrag für gerechte Handelsbeziehungen und nachhaltige Entwicklung in der globalisierten Welt.
Der Preis "Faire Jecken NRW " geht in diesem Jahr nach Düsseldorf – und zwar an die Stadtwerke. Pikant: Verliehen wird die Auszeichnung ausgerechnet vom Kölner Verein "Jecke Fairsuchung", der damit das besondere Engagement von Karnevalisten für den Fairen Handel würdigt. Die "Jecke Fairsuchung" hat zum Ziel, zehn Prozent des karnevalistischen Wurfmaterials am Rhein aus fairem Handel zu beziehen. Die hochwertigen, leckeren, fairen Wurfmaterialen kommen auch der Düsseldorfer Neuregelung entgegen, die olle, klebrige Kamelle sowieso aus dem Straßenkarneval verbannt.
Das Düsseldorfer Prinzenpaar und Uwe Schöneberg, Vertriebsvorstand der Stadtwerke, sowie weitere Karnevalisten feiern die Auszeichnung "Faire Jecken NRW", die ausgerechnet vom Kölner Verein "Jecke Fairsuchung" verliehen wird.
Fairer Handel - faire Kamelle
Für Produkte aus fairem Handel bekommen die Produzenten in den Hersteller-Ländern Existenz sichernde Löhne. Ausbeuterische Kinderarbeit findet bei der Herstellung von Produkten aus fairem Handel nicht statt. Durch faire Löhne für die Erwachsenen soll sie grundsätzlich überflüssig werden. Davon ist der "normale" Handel insbesondere mit wirtschaftlich schwächeren Ländern auch heute oft noch weit entfernt.
Faire Kamelle sind zum Beispiel Schokoriegel und -täfelchen, Trockenfrüchte, Cashewkerne, Sesamriegel und Fruchtgummis aus Fairem Handel und Rohstoffen aus biologischem Anbau. Der Faire Handel sichert durch garantierte Abnahmepreise und Zuschläge die Zukunft von Produzenten in Entwicklungsländern. Wer fair handelt, zahlt angemessene Preise für die Produkte, hilft Armut zu verringern und Lebensbedingungen zu verbessern.