(Düsseldorf – 20.12.2011)
Die Stadtwerke Düsseldorf betreiben die öffentliche Beleuchtung in der Landeshauptstadt im Auftrag der Stadt Düsseldorf. Von insgesamt rund 60.000 Leuchten in der Landeshauptstadt sind 17.000 erdgasbetrieben. Kommt es zu einer Störung an einer Erdgas-Leuchte, ist häufig der sogenannte „Zündglühstrumpf“ betroffen. Bei einer Stadtwerke-internen Produktqualitätsprüfung ist frühzeitig die schlechte Qualität einer Charge von Glühstrümpfen erkannt worden.
Diese Glühstrümpfe werden weltweit von nur einem in Indien ansässigen Hersteller produziert – Einkaufs-Alternativen bestehen deshalb nicht. Die Stadtwerke Düsseldorf stehen aktuell in intensivem Austausch mit dem Vorlieferanten, um eine zeitnahe Belieferung mit fehlerfreien Glühstrümpfen zu erreichen. So soll gewährleistet werden, dass im möglichen Entstörungsfall eine schnelle und fehlerfreie Behebung sichergestellt werden kann. Sollte es zeitnah zu Störungen an erdgasbetriebenen Leuchten kommen, ist eine Verzögerung bei beziehungsweise ein erneuter Ausfall nach der Behebung der Störung leider nicht auszuschließen.
Die Stadtwerke Düsseldorf bitten um Verständnis.
Der Entstörungsdienst „Öffentliche Beleuchtung“ ist rund um die Uhr unter der Nummer (0211) 821 8241 erreichbar.
Telefonische Rückfragen
Christina Näckel
Tel: (0211) 821 2530
(Düsseldorf – 20.12.2011)
Bereits seit 80 Jahren versorgen die Stadtwerke Düsseldorf die Landeshauptstadt mit Fernwärme – bisher nur in den Stadtteilen auf der rechten Rheinseite. Zurzeit arbeiten die Stadtwerke Düsseldorf am „Brückenschlag“ vom Kraftwerk Lausward auf die linksrheinische Seite: „Um das Fernwärmenetz in Düsseldorf zu erweitern, ist der Bau eines sogenannten Dükers mit einer Länge von rund 430 Metern aus dem Bereich Kraftwerk Lausward unter der Rheinsohle hindurch auf die andere Rheinseite notwendig. Der Düker ist ausgelegt für eine Fernwärmeleistung von 100 Megawatt. Ein großes Bauvorhaben, das wir im Sommer 2012 beginnen werden. Bereits Ende 2012 werden die ersten Kunden auf der linksrheinischen Seite mit Fernwärme versorgt. Zurzeit verlegen wir 4.350 Meter Fernwärmeleitungen in den Stadtteilen Heerdt und Oberkassel“, beschreibt Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, das Großprojekt der Stadtwerke Düsseldorf.
Der Ausbau der umweltschonenden Fernwärmeversorgung ist neben dem Bau eines hochmodernen neuen Erdgaskraftwerks am Standort Lausward, der Errichtung dezentraler Versorgungsstrukturen unter Nutzung Erneuerbarer Energien und der Integrierung industrieller Abwärme zentraler Bestandteil der Wärmestrategie der Stadtwerke Düsseldorf.
Unterstützt wird der „Brückenschlag“ durch die Landeshauptstadt und die Landesregierung: „Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in ihrer Vielseitigkeit ist in Zeiten der Energiewende der kostengünstigste, einfachste und umweltgerechteste Weg, in urbane Versorgungsstrukturen Abwärme aus Kraftwerken und Industrieanlagen wie auch erneuerbare Energien zu integrieren. Düsseldorf ist ein hervorragender Standort für Kraft-Wärme-Kopplung und die damit verbundene Fernwärme. Hier liegen das Kraftwerk und Wohn- oder Bürogebäude sehr nah beisammen und genau das macht es einfach, die Wärme zu den Kundinnen und Kunden zu liefern – ein Beispiel dafür, dass in Nordrhein-Westfalen noch große Potentiale genutzt werden können. Diese Chance, in wirtschaftlicher Weise unsere Klimaschutzziele zu erreichen, dürfen wir uns nicht entgehen lassen“, erläutert NRW-Umweltminister Johannes Remmel die Sichtweise der Landespolitik.
Hintergrund
Fernwärme wird in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt: Im erdgasbetriebenen Kraftwerk der Stadtwerke Düsseldorf, im Düsseldorfer Hafen gelegen, findet die gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme statt. Die Wärme wird – als Fernwärme – über Leitungen zu den Verbrauchern transportiert und für die Heizung von Gebäuden und die Erwärmung von Trinkwasser eingesetzt. Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen bei Umbauten von Gebäuden oder Neubauten Anlagen für Erneuerbare Energien eingesetzt werden. Da die Düsseldorfer Fernwärme keinen zusätzlichen Brennstoff verbraucht und daher einen Primärenergiefaktor von 0,00 hat, kann sie alternativ gesetzeskonform zum Einsatz kommen.
Telefonische Rückfragen
Christina Näckel
Tel: (0211) 821 2530
(Düsseldorf – 14.12.2011)
Der Flughafen Düsseldorf International und die Grünwerke GmbH als Tochterunternehmen der Stadtwerke Düsseldorf haben eine der größten Photovoltaik-Anlagen in Nordrhein Westfalen errichtet. Mit dem heutigen Einbau des letzten von rund 8.400 Solarmodulen steht die größte Freilandanlage im Sicherheitsbereich eines deutschen Verkehrsflughafens kurz vor der Fertigstellung und der ersten Einspeisung in das Stromnetz. Dank des für die Jahreszeit ungewöhnlich guten Wetters konnte sie nach nur acht Wochen Bauzeit erstellt werden. Mit einer Leistung von circa zweitausend Kilowatt wird hier zukünftig der Strom für etwa 600 Vier-Personen-Haushalte erzeugt bei gleichzeitiger Vermeidung von bis zu 1.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr.
Nach einer Vielzahl von Gutachten und dem positiven Abschluss der Genehmigungsverfahen konnte im Oktober mit dem Bau des Solarkraftwerks begonnen werden, das die Größe von sechs Fußballfeldern umfasst. Die Inbetriebnahme erfolgt noch in diesem Jahr. Nach dem Probebetrieb wird dann im Abflugterminal ein großes Display über die aktuellen Werte (Energieproduktion und CO2-Vermeidung) informieren.
„Die Tatsache, dass eine PV-Anlage dieser Größenordnung im Sicherheitsbereich eines der größten deutschen Verkehrsflughäfen umgesetzt werden konnte, ist Ausdruck für das Umdenken der Gesellschaft beim Thema Erneuerbare Energien“, sagt Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers. „Mit ihrer besonderen Lage auf dem Flughafengelände stellen wir eine bisher brachliegende Fläche in den Dienst des Umweltschutzes. Die Anlage fügt sich damit optimal in das Energiekonzept der Landeshauptstadt ein.“
Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, sieht in der Entwicklung den richtigen Weg: „Mit dieser neuen, größten PV-Anlage der Grünwerke zeigen wir erneut ein Stück des Weges zu einer neuen Energieversorgung für Düsseldorf: Die Zukunft der Strom- und Wärmeversorgung in unserer Stadt liegt in der Kombination aus zentralen und dezentralen Anlagen, wobei die Erneuerbaren Energien einen immer größer werdenden Beitrag leisten.“
Ralf Zischke, Geschäftsführer der Grünwerke, ergänzt: „Mit der Realisierung dieses Leuchtturmprojekts gehen die Grünwerke ihren Weg konsequent weiter, für die Stadtwerke Düsseldorf die Nutzung der erneuerbaren Energien massiv auszubauen. Wir sind stolz darauf, dass es uns gemeinsam mit unseren Partnern gelungen ist, an dieser ungewöhnlichen Stelle ein Solarkraftwerk zu errichten.“
„Die umweltfreundliche Gewinnung von Energie hat am Düsseldorfer Flughafen einen hohen Stellenwert. Darum freuen wir uns sehr über dieses zukunftsweisende Projekt mit den Düsseldorfer Stadtwerken", betont Christoph Blume, Sprecher der Flughafengeschäftsführung. "Neben Solarstrom nutzen wir auch die Technik der Kraft-Wärme-Kopplung in einem Blockheizkraftwerk zur Reduktion der CO2-Emission.“
Telefonische Rückfragen
Michael Pützhofen
Tel: (0211) 821 3559
(Düsseldorf – 09.12.2011)
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Düsseldorf hat bei seiner heutigen Sitzung dem Bau eines hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) zugestimmt. Es soll ab 2016 am Standort Lausward im Düsseldorfer Hafen umweltschonend Strom und Fernwärme erzeugen. „Leistungsfähige, umweltfreundliche und schnell regelbare Anlagen sind die ideale Brückentechnologie für den Umbau des Energiesystems. Wir sind stolz darauf, trotz der sehr schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen für die Errichtung neuer Erdgaskraftwerke in Deutschland das Projekt in Düsseldorf voran zu treiben und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten zu können“, so Hans-Peter Villis, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke und Vorstandsvorsitzender des Mehrheitsgesellschafters EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Für den laufenden Prozess rechnet er mit einem harten Wettbewerb zwischen den im Ausschreibungsverfahren verbliebenen Bietern: „Damit sich das neue Kraftwerk im Energiemarkt durchsetzen kann, sind die Anforderungen an die Lieferanten und an die Wirtschaftlichkeit im Anlagenbetrieb extrem hoch.“
Für die Landeshauptstadt Düsseldorf ist mit der heutigen Entscheidung ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt 2050 erreicht. „Ein hochmodernes Kraftwerk sichert nicht nur dauerhaft die Versorgungssicherheit in Düsseldorf, es verschafft uns auch vielfältige Handlungsoptionen für den Klimaschutz, beispielsweise durch den Ausbau der umweltfreundlichen Fernwärme“, erklärt Oberbürgermeister Dirk Elbers.
Die neue Anlage ist das Herzstück der Energiestrategie der Stadtwerke Düsseldorf, die laut Dr. Udo Brockmeier, Vorstandvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, auch den massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Nutzung industrieller Abwärme und die Errichtung dezentraler Versorgungsstrukturen umfasst: „In einem Industriestandort wie Düsseldorf, dem zweitgrößten in Nordrhein-Westfalen, ist nachhaltiger Klimaschutz naturgemäß eine besondere Herausforderung. Unsere Strategie ist darauf ausgerichtet, die notwendige CO2-Reduktion mit den Interessen von Industrie und Wirtschaft, aber auch der Politik und der Bürgerinnen und Bürger zu integrieren. Bislang haben wir von allen Seiten viel Zuspruch für unser Konzept erhalten. Mit dem neuen Kraftwerk schaffen wir gemeinsam eine leistungsfähige Basis für seine Umsetzung“.
Einzelheiten zu dem Projekt werden die Stadtwerke Düsseldorf voraussichtlich Mitte nächsten Jahres der Öffentlichkeit vorstellen, wenn die Verhandlungen mit den Anlagenlieferanten abgeschlossen und die Genehmigungsverfahren fortgeschritten sind.
Telefonische Rückfragen
Juan Cava Marin
Tel: (0211) 821 2887