Pressearchiv 2010
Zwei umweltschonende Kraftpakete für den Flughafen:
Düsseldorf International und Stadtwerke Düsseldorf nehmen neue Blockheizkraftwerke in Betrieb
(Düsseldorf – 11.05.2010) Der Flughafen Düsseldorf GmbH und die Stadtwerke Düsseldorf AG setzen ihre bewährte Zusammenarbeit fort. Zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) erweitern das alte Heizwerk an der Frachtstraße und sichern damit den Wärmebedarf des Airports. Sowohl Flughafen-Geschäftsführer Christoph Blume als auch Stadtwerke-Vorstand Rainer Pennekamp betonten, dass es sich um die konsequente Weiterentwicklung der langjährigen und erfolgreichen Kooperation der beiden Düsseldorfer Unternehmen handelt. Erst im vergangenen Jahr hatte der Energieversorger die europaweit ausgeschriebene Stromversorgung des Airports für die Jahre 2011 und 2012 für sich entscheiden können.
Das BHKW befindet sich in einem 10 x 10 Meter großen Anbau an das Heizwerk in der Frachtstraße, direkt neben dem Parkhaus 7. "Wir leisten mit dieser neuen Anlage einen wichtigen Beitrag zur Energieersparnis sowie zur Verbesserung der Umweltbilanz unseres Flughafens", so Christoph Blume, Sprecher der Flughafengeschäftsführung. Rund 8.500 Tonnen CO2 können mit dem neuen BHKW pro Jahr eingespart werden.
"Ermöglicht wird dies durch den sehr hohen Wirkungsgrad von über 90 Prozent, der durch die intelligente Technik der Kraft-Wärme-Kopplung erreicht wird", ergänzte Stadtwerke Vorstand Rainer Pennekamp. Beide Manager betonten, dass dieses BHKW exakt in das energiepolitische Konzept beider Unternehmen wie auch der Landeshauptstadt passt.
Das bestehende Heizwerk aus dem Jahr 1971, das mit einer Wärmeleistung von 45 Megawatt aus fünf Heizkesseln heute nur noch einen Teil des Wärmebedarfs des Flughafens abdeckt, wird seit 2005 von den Stadtwerken Düsseldorf betrieben.
Der Wärmebedarf des Flughafens beträgt inzwischen rund 90 Gigawattstunden (GWh) jährlich. Aus diesem Grund erweiterten die Stadtwerke das bestehende Heizwerk um zwei weitere BHKW. Mit der nun erhöhten Wärmeproduktion von 15,5 GWh pro Jahr kann der gesamte Bedarf des Flughafens gedeckt werden.
Der wesentliche Unterschied zu dem ursprünglichen Heizwerk besteht darin, dass ein BHKW neben Wärme auch Strom erzeugt. Die Leistung liegt bei fast zwei Megawatt – rund 15.000.000 Kilowattstunden (kWh) Strom können im Jahr erzeugt werden. Der Flughafen verbraucht jährlich rund 131 Millionen Kilowattstunden – so viel wie eine mittelgroße Stadt. Rund zehn Prozent davon werden somit künftig in dem neuen BHKW selbst produziert.
Nachdem das Vorhaben im Juni 2009 genehmigt worden war, starteten die Baumaßnahmen im Juli. Bereits im Dezember konnte das BHKW in Testbetrieb genommen werden; seit Februar dieses Jahres läuft die Anlage im Dauerbetrieb.