Pressearchiv 2009
Strom- und Wärmeerzeugung am Standort Lausward: Stadtwerke Düsseldorf prüfen Alternativen zum geplanten Steinkohle-Heizkraftwerk
(Düsseldorf, 13.02.09) Die Stadtwerke Düsseldorf messen dem Erhalt einer eigenen Strom- und Wärmeproduktion in angemessener Größenordnung unverändert elementare Bedeutung bei. Das betrifft sowohl die Perspektiven des Unternehmens, die Sicherung des Standortes und der Arbeitsplätze als auch die nachhaltige und sichere Energieversorgung sowie wettbewerbsfähige Preise.
Das Unternehmen prüft Alternativen zum geplanten Kraftwerksprojekt am Standort Lausward und untersucht darüber hinaus Möglichkeiten für eine ökologische Optimierung des aktuellen Projektes. Das Genehmigungsverfahren bei der Bezirksregierung ruht daher zurzeit. Dies berichtete der Vorstand der Stadtwerke Düsseldorf gegenüber dem Aufsichtsrat in dessen heutiger Sitzung. Das Unternehmen trägt damit den Bedenken der Düsseldorfer Lokalpolitik in Bezug auf das Kraftwerksprojekt Rechnung. Zudem machen die in den letzten Monaten dramatisch geänderten Rahmenbedingungen durch die Finanz- und Wirtschaftskrise eine erneute Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Projektes und alternativer Anlagenkonzepte notwendig, so die Stadtwerke Düsseldorf. Das weitere Vorgehen wird in einem intensiven Dialog der Anteilseigner und des Vorstandes der Stadtwerke Düsseldorf beraten.
Hintergrund:
Bis zum Jahr 2000 verfügten die Stadtwerke Düsseldorf auf der Lausward über eine Kraftwerksleistung von 930 Megawatt (MW). Nach Stilllegung von drei Steinkohleblöcken liegt die Spitzenleistung aktuell noch bei 520 MW. Mittelfristig wird Block E, mit 420 MW die größte Erzeugungseinheit, das Ende seiner Lebensdauer erreichen. Ohne einen entsprechenden Ersatz reduziert sich die Kraftwerksleistung der Stadtwerke Düsseldorf dann auf nur noch 100 MW. Die Fernwärmeversorgung aus Kraft-Wärme-Kopplung wäre zu einem erheblichen Anteil nicht mehr möglich und müsste über zusätzliche Heizkessel sichergestellt werden, was neben einer schlechteren Umweltbilanz die Endkundenpreise deutlich verteuern würde.