Pressearchiv 2004
Spezialkamera hilft beim Energie- und Geldsparen
Nur noch wenige Termine bei Energiesparaktion der Stadtwerke frei
(Düsseldorf - 14.12.2004) Die Stadtwerke Düsseldorf wiederholen eine in den vergangenen drei Jahren erfolgreich durchgeführte Energiespar-Aktion: Für weniger als 20 Prozent des marktüblichen Preises können Stadtwerke-Kunden die Wärmedämmung ihres Hauses oder ihrer Wohnung mittels Thermografie untersuchen lassen. Durch die Behebung der dabei festgestellten Wärmeverluste lässt sich der Energiebedarf der eigenen vier Wände in der Regel um bis zu 30 Prozent reduzieren - in entsprechender Größenordnung sinkt die Heizungsabrechnung sowie die Umweltbelastung. „Es sind nur noch wenige Termine frei. Wer noch teilnehmen möchte, sollte sich umgehend bei uns anmelden“, so Marc-André Müller, Leiter der Energieberatung der Stadtwerke Düsseldorf.
Für die „Jagd“ nach Wärmeverlusten hat sich die so genannte Thermografie-Technik bewährt: Dabei „tastet“ eine rund 50.000 Euro teure Spezialkamera die Außenbereiche eines Gebäudes ab und errechnet die verschiedenen Oberflächentemperaturen. Die Daten werden in einem Thermografie-Foto festgehalten. „Was für den Laien schlicht schön und bunt aussieht, liefert uns Fachleuten die Informationen zur Bewertung des Zustandes eines Gebäudes“, erläutert Müller. Im Selbstkosten-preis von 195 Euro ist auch eine umfangreiche Energieberatung vor Ort inbegriffen: Dabei zeigen die Stadtwerke ihren Kunden mögliche Sanierungsmaßnahmen auf und ermitteln deren Wirt-schaftlichkeit. Thermografie-Aufnahmen kosten laut Stadtwerken einschließlich Analyse und Be-ratung normalerweise bis zu 1.500 Euro. Seit Dezember 2001 untersuchten die Stadtwerke über 300 Gebäude in Düsseldorf. Besonders häufig fielen dabei Fenster und Fassaden auf.
Eine weitere wichtige Erkenntnis: „Bei jedem fünften Haus wärmen die Heizleitungen mehr die Fassade als das eigentliche Zimmer“, so Müller. „Der Grund dafür liegt darin, dass beim Verlegen der Leitungen gepfuscht wurde – mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Handwerker, die so arbeiten, fürchten die Thermografiekamera, denn die kann sie entlarven“. Bei jedem zehnten Objekt lag das „Defizit“ allerdings bei den Bewohnern: Durch falsches Lüften – „Kippstellung statt Durchzug“ – geht viel Energie verloren.
In der Bundesrepublik entfallen etwa 30 Prozent des Primärenergieverbrauches auf die Beheizung des Wohnraumes. Rund 75 Prozent aller Gebäude, die vor 1977 errichtet wurden, besitzen keine oder nur eine unzureichende Wärmedämmung. In diese Altersklasse fällt mehr als die Hälfte aller Gebäude in Deutschland. Der Grund dafür, dass bislang nur sehr wenige Gebäude wärmetechnisch verbessert wurden, liege meist nicht im fehlenden Sanierungswillen des Hauseigentümers, sondern in der Schwierigkeit, versteckte Energieverluste zu identifizieren. Energieberater Müller: „Beispielsweise ist die tatsächliche Wärmedämmung der Fassade häufig nicht mal dem Hauseigentümer bekannt. Ebenso bleiben selbst große Wärmeverluste in Folge von Leckagen an den Übergängen von der Außenwand zum Dach oder zu den Fenstern oft unentdeckt“.
Interessierte können sich unter der Rufnummer (0211) 821-2121 oder energieberatung@swd-ag.de anmelden.