Geplanter Kohleblock Lausward
Zukunftsstrategie
Die Stadtwerke Düsseldorf produzieren derzeit etwa 40 Prozent ihres verkauften Stroms selbst. Vorwiegend wird in den Kraftwerken Erdgas zur Energieerzeugung eingesetzt – knapp 8 Prozent des Stroms wird aus dem Dampf der Müllverbrennungsanlage erzeugt. Der zusätzliche Bedarf der Kunden wird durch Zukauf auf dem europäischen Strommarkt gedeckt. Die Preise auf diesem Energiemarkt sind allein seit Anfang 2005 um mehr als 70 Prozent gestiegen. Um die Strompreise für die Verbraucher langfristig zu stabilisieren, müssen Alternativen in der Strombeschaffung gefunden werden.
Um eine günstige und sichere Versorgung zu gewährleisten, werden wir unsere Kraftwerksleistung auf Basis der Kohleverstromung verstärken.
Für die Stadtwerke Düsseldorf bietet sich als beste Lösung der Bau eines 400 Megawatt-Steinkohleblocks an, der nach dem umweltschonenden Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gleichzeitig Strom und Fernwärme produziert. Die langfristige wirtschaftliche Bereitstellung der wichtigen Grundlast kann hierdurch sichergestellt werden.
Optimierung der Fernwärme
Durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung am Standort Lausward im Düsseldorfer Hafen wird unser umweltfreundliches Fernwärmeangebot optimiert. Die Restwärme der Stromproduktion wird als Fernwärme für die Innenstadt eingesetzt – das führt zu einer sehr guten Energieausbeute der neuen Anlage von bis zu 74 Prozent. Dabei kann die Abwärme des Kohleblocks die bislang zur Fernwärmeerzeugung betriebenen Heißwasserkessel ersetzen.
Unabhängige Erzeugung
Mit dem dann eingesetzten Brennstoffmix (Steinkohle, Gas, regenerative Brennstoffe) lösen wir uns von der Abhängigkeit eines Energieträgers und damit auch von internationalen politischen Entscheidungen, die auf Rohstofflieferungen Einfluss haben. Dies stärkt die Sicherheit in der Stromversorgung, da Versorgungsengpässe bei einem Brennstoff nicht die gesamte Energieproduktion betreffen.
Effizienz und Technik
Der neue Kohleblock wird mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 45 Prozent arbeiten – im Gegensatz zu den Ende der neunziger Jahre stillgelegten Kohleanlagen auf der Lausward, die nur einen Wirkungsgrad von 33 Prozent erreichten. Das spart rund 27 Prozent Brennstoff und reduziert damit den Ausstoß von Kohlen-dioxid (CO2) und anderen Emissionen in gleicher Größenordnung.
Durch den Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung wird zusätzlich Fernwärme produziert. So steigt die Gesamtenergieausbeute auf bis zu 74 Prozent.
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