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Erzeugungsanlagen

Eigenständige Energieproduktion

Aktuell erzeugen die Stadtwerke Düsseldorf rund 40 Prozent des in Düsseldorf benötigten Stroms selbst, der Rest wird von außerhalb zugekauft, z. B. an der Strombörse in Leipzig. In den letzten zweieinhalb Jahren hat sich unser Stromeinkauf um 70 Prozent verteuert.


Dazu kommt, dass unsere größte Kraftwerkseinheit, der Gasblock "Emil" auf der Lausward, in weniger als zehn Jahren das Ende der Lebensdauer erreicht. Es geht also neben den ökologischen Aspekten auch um die Frage, wie wir langfristig eine eigenständige Energieproduktion erhalten können. Diese ermöglicht uns und damit auch unseren Kunden, negative Auswirkungen an den nationalen und internationalen Energiemärkten abzufedern.


Gleichzeit müssen wir den weiteren Einsatz der umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung gewährleisten. Steht zum Ende der Laufzeit des Blocks "Emil" keine Ersatzanlage zur Verfügung, müsste der überwiegende Teil der für die Fernwärmeversorgung notwendigen Energie extra erzeugt werden. Dabei würde zusätzliches CO2 freigesetzt, während wir jetzt bei der Kraft-Wärme-Kopplung quasi ein "Restprodukt" der Stromerzeugung nutzen. Dies würde in der Klimabilanz eine erhebliche Verschlechterung darstellen.


Vor diesem Hintergrund haben wir zahlreiche Alternativen geprüft – bis hin zur Errichtung eines Erdgaskraftwerks. Diese Option haben wir nicht weiter verfolgt, da die gestiegenen Preise für Kraftwerksgas einen wirtschaftlichen Betrieb in unseren Versorgungsstrukturen für Düsseldorf aus heutiger Sicht unmöglich machen. Ein unrentables Kraftwerk würde zwangsläufig dazu führen, dass sich unsere Energiepreise deutlich verteuern würden.


Die Gaspreise sind in der letzten Zeit stark gestiegen und werden voraussichtlich auf hohem Niveau bleiben. Hierdurch hat sich die eigene Stromerzeugung der Stadtwerke Düsseldorf deutlich verteuert, da sie zurzeit stark auf den Energieträger Erdgas ausgerichtet ist.


Unsere auf Basis Erneuerbarer Energien betriebenen Kraftwerke (z. B. Biogas, Holz) "leiden" zum Teil ebenfalls unter steigenden Preisen. Die vergleichsweise preiswerte Steinkohle kann die bislang eingesetzten Brennstoffe sinnvoll ergänzen und stabilere Strompreise ermöglichen. Die Auswirkungen von Preisschwankungen einzelner Brennstoffarten lassen sich durch einen Brennstoffmix besser auffangen.


Zusätzlich lösen wir uns dadurch von der Abhängigkeit von einem einzelnen Energieträger und damit auch von internationalen politischen Entscheidungen, die auf Rohstofflieferungen Einfluss haben. Dies würde die Sicherheit in der Stromversorgung stärken, da Versorgungsengpässe bei einem Brennstoff nicht die gesamte Energieproduktion betreffen würden.


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